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14.06.2011
12:26

Didi, die neue eiserne Lady Indiens

Ihre Wähler nennen sie vertraulich "Didi", deutsch "große Schwester". Eine kleine fünfundfünzigjährige Frau hat entschlossen die Geschicke in Westbengalen, einem der meist bevölkerten Teilstaaten Indiens in die Hand genommen. Mamata Banerjee hat am 13. Mai 2011nach 34 Jahren die einzige im zwanzigsten Jahrhundert demokratisch gewählte marxistische Regierung der Erde zu Fall gebracht.

Westbengalen, das noch ni


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02.06.2011
00:53

Didar Fawzy-Rossano

Im Herbst 1980, an Bord eines Schiffes vom italienischen Hafen Ancona durchs Mittelmeer nach Haifa, war Didar Fawzy Rossano zum ersten Mal unterwegs nach Israel. Trotz ihrer 70 Jahre war sie neugierig wie ein junges Mädchen auf das Land, das in ihrem Leben schon so lange eine Rolle spielte, im Guten wie im Schlechten. Die Insel Rhodos und die kleinen, herrlich mundenden Feigen lagen zurück, als die israelischen Zollbeamten sie (wie nacheinander alle Passagiere) zur Passkontrolle riefen. Der junge Beamte gab sich alle Mühe zu verstehen: "Sie leben in Genf, Sie haben die britische Staatsbürgerschaft, Sie sind in Kairo geboren, Ihre Sozialversicherung ist eine italienische und Ihr Führerschein ist ein algerischer. Und Sie nennen sich Diane oder Didar?" In ihrem unver


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01.06.2011
00:00

Chile, die endlose Tragödie jenes anderen 11. September

Es war der 11. September 1973, 28 Jahre vor dem anti-amerikanischen 11.9.. Ich war 16 Jahre alt und ich denke, es war das erste Mal, dass ich meine Eltern weinen sah. Es waren nicht Bilder, die sie derart berührten, wir hatten kein Fernsehen, es war Ton im Radio, das Knattern von Maschinengewehren, Bombenexplosionen, Schreie - das Ende eines Demokratieversuchs der chilenischen politischen Linken, der Tod des Staatspräsidenten Salvador Allende. Jener 1


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06.05.2011
20:54

Eine Merkwürdigkeit zwischen einer Kolonie und dem Ex-Kolonisator...

Die Tageszeitung The Mercury, die älteste der Provinz KwaZulu-Natal (Durban) in Südafrika, berichtet über eine scheinbar belanglose Begebenheit. Ein (junger) Mann hat seine (bezaubernde) Ehefrau töten lassen. Die beiden sind indo-pakistanischer Abstammung, die eine in Südafrika geboren, der andere in England. Auf den ersten Blick ein bedauerlicher Fall von Gewalt in der Ehe. Aber wenn man aufmerksam weiterliest, erfährt man auch, dass da Empfindlichkeiten einer alten Kolonie und ihres Exkolonisators auftauchen und wie Traditionen des ehemaligen Britischen Empires in Familien, in denen sie herumgeistern. für Frauen und Männer Verwirrung stiften.

Shrien


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30.04.2011
13:28

Abenddämmerung für Eduard Limonow?

Die Tageszeitung Njesawissima Gaseta, postsowjetisch und wie der Name schon sagt, unabhängig, hat eine gute Nachricht für uns: Eduard Limonow, Kultautor der 1980er Jahre, seinerzeit der Moskauer Anarchist der aus Russland ausgewiesen in die Vereinigten Staaten übersiedelte, um nach der Perestroika zurückzukommen und in der rassistischen extremen Rechten zu versinken, habe nun wohl ausgespielt. Sein Werdegang erinnert an Pariser Kommunarden, die wie einst Henri Rochefort zu den Helden der Revolution von 1871 zählten und um die Jahrhundertwende an der Spitze der Dreyfusgegner standen.

Ich gestehe, dass mir "Fuck off Amerika" gefallen hat, dass sowohl sein "Tagebuch eines Pechvogels" wie auch das "Selbstbildnis des Banditen als junger Mann" meinen Beifall fanden. Limonows autobiograph


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